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Black Sheep

Hallo erstmal. Nach einem recht stressreichen Wochenende und einem eher melancholischem Montag will ich den Tag heute für eine Rezension von Black Sheep nutzen

Bei Black Sheep handelt es sich um eine neuseeländische Horrorkomödie aus dem Jahr 2006 von Jonathan King. Die Werbezeile zu dem Film lautet Prepare for the Violence of the Lambs. Hier gibt man neben der Anspielung auf die Thomas Harris-Verfilmung Silence of the Lambs (Das Schweigen der Lämmer) vor allem schon ein wenig vom Inhalt Preis. Der Aufhänger des Films sind nämlich durch Genmanipulation veränderte Schafe, die extrem aggressiv geworden sind und Gefallen daran gefunden haben, Menschen zu essen. Zudem infizieren sie Menschen durch einen Biss, wodurch diese sich nach und nach in eine Art Werschaf verwandeln.

Die Handlung beginnt ganz idyllisch auf einer Farm, wo zwei junge Brüder zusammen mit ihrem Vater eine Schafherde hüten. Kurz darauf hält aber bereits der erste Schrecken Einzug im Film, vor allem für den jüngeren Bruder. Denn sein älterer Bruder hat ein Schaf geschlachtet, um sich dessen Fell und Kopf noch völlig blutverschmiert überzuwerfen, um den kleinen Bruder im dunklen Schuppen damit zu erschrecken. Dies gelingt ihm so gut, dass bei seinem Bruder eine bleibende Angst vor Schafen entsteht. Deshalb verlies er auch die Farm und überlies diese ganz seinem großen Bruder. Um dies nun auch endgültig festzumachen kehrt er als Erwachsener wieder zur Farm zurück, wo sich schon so langsam andeutet, dass mit den Schafen etwas nicht stimmen könnte, da der große Bruder die Zeit genutzt hat, um genetische Experimente an ihnen durchzuführen, um das Schaf der nächsten Generation zu kreieren.

Durch die Intervention von zwei militanten Umweltschützern werden diese veränderten Schafe freigesetzt und beginnen ihren „Rachefeldzug“ gegen die Menschheit. Die Hauptgruppe, die sich den bösartigen Schafen entgegenstellt, bildet sich aus eben dem erwähnten kleinen Bruder, dann aus dem derzeitigen Schäfer der Farm, der zwar etwas dümmlich erscheint, aber immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat, egal wie ausweglos die Situation ist und an alles sehr pragmatisch herangeht, und der jungen Frau Experience, die eine der beiden Naturschützer war, die die Schafe erst befreit haben, unwissend was sie damit anrichten, und nun hin und her gerissen ist zwischen ihren Idealen und ihrem schlechten Gewissen, wegen der Auswirkung ihrer Tat. Der andere Tierschützer hingegen wurde das erste Opfer der Schafe. Diese Gruppe bewegt sich nun durch einen standardmäßig konstruierten Horrorfilm, in dem sie mehr oder weniger permanent von den Monstern verfolgt werden, während sie nach dem Ursprung und einer Lösung für das Problem suchen, nur das eben das Problem Schafe sind. Hierbei wechselt der Film immer wieder zwischen Horror-typischen Situationen und rein humoristisch angelegten Szenen, wobei insgesamt die Verflechtung dieser beiden Kontraste sehr gut gelungen ist.

Mein Fazit zu dem Film ist, dass hier sehr gekonnt Horrorfilme auf die Schippe genommen werden, indem im Prinzip ein gewöhnlicher Horrorfilm inszeniert wird, dessen Potential zu ängstigen aber dadurch ad absurdum geführt wird, dass eben die Furcht einflößenden Gegner nur wollige Schafe sind. Dies wird noch dadurch verstärkt, was ich auch sehr positiv finde, dass im Gegensatz zu vielen ähnlichen, etwas ernster angelegten Tierhorrorfilmen die Schafe durch die Genmanipulation zwar ein völlig anderes Verhaltensmuster bekommen, sich aber nicht optisch verändern, wodurch sie weiterhin völlig unbedrohlich aussehen. Das trägt auch ganz massiv zur permanent präsenten Situationskomik bei, welche noch durch oft sehr lustige Dialoge unterstützt wird. Es gibt wirklich viel zu Lachen bei Black Sheep, was natürlich nur gut ist bei einer Komödie. Allerdings sollte man nicht verheimlichen, dass es sich trotz allem noch in irgendeiner Weise um einen Horrorfilm handelt und dieser nicht mit Splatter, Gore und Schafen, die Menschen zerfleischen, spart, wodurch er sich auch seine Ab 18-Freigabe redlich verdient hat. Deswegen kann ich den Film niemandem empfehlen, der mit diesem Genre an sich nichts anfangen kann. Wenn man allerdings Fan dieses Genres ist und nicht darauf besteht, dass immer alles ernst genommen wird, dann kann man sich mit diesem Film bestens unterhalten und bekommt einen Abend mit vielen Lachern und auch manchen später noch zitierfähigen Dialogen geboten.

13.11.07 16:47
 


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